Waldtag beschloss die zweiwöchige Ortsranderholung der Arbeiterwohlfahrt

Waldtag beschloss die zweiwöchige Ortsranderholung der Arbeiterwohlfahrt

Widrigen Umständen der Corona-Pandemie erfolgreich getrotzt und aus Not eine Tugend gemacht

Laudenbach. Es war sicherlich keine Selbstverständlichkeit, dass es dem Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt mit seinem rührigen Vorsitzenden Hans-Jürgen Moser auch in diesem Jahr, in dem allenthalben Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie notwendig sind, gelungen ist, an der Tradition der Ortsranderholung für die Laudenbacher Kinder festzuhalten. Und gerade aufgrund der stressigen Wochen, die viele Eltern in der Zeit des Lockdowns mit der Betreuung ihrer Kinder bewältigen mussten, war die diesjährige Maßnahme ein besonderer Segen.

Man wusste, dass man die Kinder zwei Wochen in die Obhut der örtlichen AWO geben konnte und dort nicht nur eine verlässliche Betreuung gewährleistet ist, sondern auch ein attraktives Freizeitangebot auf den Nachwuchs wartet. Zuvor wurde für die Bergstraßenhalle, die der Bürgermeister zur Verfügung gestellt hatte, ein detailliertes Hygienekonzept erarbeitet und Schreinermeister und Gemeinderat Jörg Werner zeigte sich großzügig, indem er für alle Gruppen entsprechende Hygieneständer schuf und zur Verfügung stellte.

Gestern wurde das Programm mit einem Waldtag rund um den Grillplatz unterhalb der Alfred-Nagler-Hütte beschlossen. Die Kinder erwanderten den idyllisch gelegenen Platz in Kleingruppen und nach vielerlei Zeitvertreib mit Ballspielen, Klettern oder auch Kartenspiel an den urigen Tischen und vom Küchenteam bereiteten heißen Würstchen zum Mittagstisch wurde wieder der Heimweg zur Bergstraßenhalle angetreten. Auf ein Abschiedsfest, wie es über viele Jahre durchgeführt wurde, musste aufgrund der Umstände verzichtet werden.

Vorsitzender Moser und die Leiterin der zehn Teamer, Melissa Cords, die bereits zum dritten Mal die Ortsranderholung mit betreute, zogen ein überaus positives Fazit am Ende der zwei Wochen, die einerseits anstrengend waren, in deren Verlauf aber auch die Dankbarkeit der Kinder und der Eltern reich entschädigte. Als Höhepunkte benannten sie den Besuch des Heidelberger Zoos und die Radtouren zum Freilichtlabor Lauresham in Lorsch, die man aus Sicherheitsgründen in Gruppen von maximal neun Kindern durchführte. Vor Ort warteten kindgerechte Führungen durch die Anlage. Man freute sich, die Alla-Hopp-Anlage in Hemsbach nutzen zu können und dankte dem Sportverein, dass er mit Fußball und anderen Ballspielen ebenso zum Programm beitrug wie die Turngemeinde mit Volleyball und Zumba. Die Leiterin der örtlichen BUND-Kindergruppe Dr. Eva Schüßler gestaltete mit den Kindern einen naturkundlichen Biotoptag und zur besonderen Freude der Kinder stattete auch Bürgermeister Benjamin Köpfle einen Besuch ab und überreichte bei sengender Hitze Eisportionen.

Die Verantwortlichen zeigten sich von den Bedingungen in der Halle selbst mit dem benachbarten Sportgelände und Spielplatz sehr angetan und wünschen sich, dass aus der Not diesen Jahres vielleicht eine Tugend werden könnte. „Die räumlichen Voraussetzungen in der Halle, in der man auch die Sportgeräte nutzen konnte, sind selbstverständlich weitaus großzügiger als im Georg-Bickel-Haus“, konstatierte Cords, die auch die Einteilung in drei Gruppen als förderlich ansah. Die Zusammenarbeit im Team und das Zusammenwirken mit den Helfern der Arbeiterwohlfahrt habe reibungslos funktioniert. Das Team habe bereits vor Beginn der Maßnahme erste Programmpunkte besprochen und sich jeden Abend nochmals beraten, um auch den Neigungen der Kinder gerecht zu werden.

Zum Abschluss versammelte Moser Teamer und Helferteam um sich, um mit einer Rose allen Dank und Anerkennung auszusprechen. Dabei würdigte er alle Teamer und dankte Sven Immenroth vom AWO-Kreisverband, der das Team zusammenstellte und auch für die vorherige Ausbildung verantwortlich zeichnete.

Ein großes Lob gab es auch für das Helferteam mit Helga Gumpert, Melita Weiß, Florian Thirolf, Anna Köpfle, Thorsten Bangert, Monika Schafferhans und Csaba Kristof sowie für Hallenwart Sascha Horneff, der insbesondere den täglichen Auf- und Abbau der Tische und Stühle unterstützte und bei Bedarf jederzeit helfend zur Seite stand. Moser freute sich auch, dass sich in der zweiten Woche mit Annabella Littau und Tanja Umbreit zwei Mütter helfend einbrachten und für das Mittagessen der Pächter des Restaurants der Bergstraßenhalle, Markus Bausch, trotz Betriebsruhe gewonnen werden konnte und die Kinder im Biergarten bzw. im Restaurant verköstigt werden konnten. Für das Frühstück, mit dem jeweils der Tagesablauf um 8.30 Uhr begann, und einen Snack kurz vor dem Nachhauseweg sorgte indessen das eigene Helferteam.

Moser will nach den Erfahrungen der zwei Wochen bei Benjamin Köpfle vorsprechen und abklären, ob er sich vorstellen kann, die Halle auch im kommenden Jahr – dann hoffentlich ohne Corona-Beschränkungen – für die Ortsranderholung zur Verfügung zu stellen. Dann sollte allerdings, so der Wunsch Mosers, in dieser Zeit der Sportbetrieb ruhen, um nicht den großen Aufwand täglichen Auf- und Abbaus betreiben zu müssen. Diesen Wunsch trug er am Freitag auch schon einmal Gemeinderätin Vanessa Bausch vor, die sich einen kurzen Einblick verschaffte, nachdem ihr ihre beiden teilnehmenden Kinder schon regelmäßig mit Begeisterung von der Ortsranderholung berichtet hatten. hb

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Elternstimmen

…obwohl unsere Kinder am heutigen, letzten Tag nicht mit dabei sind, möchte ich mich bei Ihnen und den “Teamern” recht herzlich für die vergangenen 2 Wochen bedanken !!! Sie haben vollkommen Recht: unter diesen widrigen Umständen ist es klasse, was hier auf die Beine gestellt wurden – auch wenn nicht alle Kinder + Eltern immer zu 100 % zufrieden sind – irgendwie kann man es ja nicht jedem und allen Recht machen, das kenne ich ja aus eigener Erfahrung…

… hat die ORE auch dieses Jahr wieder sehr gut gefallen. Er ist schon ganz traurig, dass er nur noch einmal an der ORE in Laudenbach teilnehmen darf. … sehr froh darüber waren, dass die ORE stattfinden konnte und auch die Teamer und alle anderen Helfer ihre freie Zeit dafür „geopfert“ haben, wofür wir uns sehr bedanken.

Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht. Nun ist schon der letzte Tag der diesjährigen ORE. Sie können zurecht stolz sein! Ein mega dickes Lob und ein viel größeres Dankeschön für die tollen 2 Wochen. … hatte viel Spaß, es hat ihr wieder super gefallen.
Es war sicherlich mehr als schwer in der jetzigen Zeit zu planen, zu organisieren und durchzuführen. Keine leichte Aufgabe 🙁 um so mehr können Sie sich jetzt alle stolz auf die Schulter klopfen! Toll dass die Kinder wieder so schöne 2 Wochen hatten. Toll, was Sie alle auf die Beine gestellt haben!!

DANKESCHÖN!

Nun ist die ORE 2020 vorüber und ich möchte hiermit ein großes Dankeschön an Sie und ihr Team aussprechen! … war das erste Mal dabei und so begeistert, dass sie traurig war als es nun vorüber war. Die vielen tollen Ausflüge und das gesamte Programm mit viel Bewegung und Natur und das nette Team und leckere Essen haben … und den Kindern zwei tolle erste Ferienwochen beschert und mich als Mutter sie jeden Tag mit einem guten Gefühl zur ORE gehen lassen. 

Vielen Dank!