„Da wird einem einfach warm ums Herz“

„Da wird einem einfach warm ums Herz“

© DiesbachMedien | Ausgabe: Weinheimer Nachrichten | Hemsbach / Laudenbach | 13.12.2017 | Seite 12

Weihnachtsfeier: AWO, VdK und Turngemeinde bereiten den Laudenbacher Senioren einige besinnliche und unterhaltsame Stunden in der Festhalle der Sonnbergschule

Laudenbach. Weihnachtsmärkte besuchen, die Feier mit den Kollegen und das gemeinsame Plätzchen-Backen mit den Kindern bestimmt für die meisten Deutschen die Adventszeit. Älteren Menschen fällt es manchmal schwer, an diesen besinnlichen Aktivitäten teilzuhaben – oder sie haben schlichtweg keine Familie, die mit ihnen feiert. Umso wichtiger ist die gemeinsame Senioren-Weihnachtsfeier von VdK, der Turngemeinde sowie Ortsverband und Bürgerhilfe der Arbeiterwohlfahrt (AWO), denn sie bedeutet soziale Teilhabe und ein paar gemeinsame schöne Stunden in netter Gesellschaft.

Wie schon in den vergangenen Jahren fand diese in der weihnachtlich geschmückten Festhalle der Sonnbergschule statt. AWO-Vorsitzender Hans-Jürgen Moser, sein die Gäste. „Ich hoffe, dass Sie mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause gehen“, wünschte AWO-Vorsitzender Hans-Jürgen Moser den Besuchern, der die Gäste zusammen mit seinem VdK-Kollege Rolf Haupt und TG-Chef Christian Offner begrüßte.

Die ehemalige Hausherrin der Sonnberg-Grundschule, Rosi Gramlich-Lenz, führte durch das Programm und freute sich, dass auch nach ihrer Zeit als Schulleiterin die Tradition erhalten bleibt, dass die Viertklässler der Sonnberg-Grundschule die Seniorenfeier mitgestalten. Gemeinsam mit ihren Lehrern hatten die Kinder Gedichte, Weihnachtslieder und ein eigenes kleines Theaterstück vorbereitet und jede freie Minute genutzt, um für ihren Auftritt zu proben. „Wenn viele sagen, dass man in der Schule nichts mehr lernt, kann man deutlich sagen, dass das nicht stimmt. Die Kinder haben alles auswendig gelernt und ganz toll vorgetragen“, lobte Rosi Gramlich-Lenz.

Normalerweise beteiligen sich die kleinen Ballerinas der TG am Programm der Feier. In diesem Jahr übernahmen den tänzerischen Teil die „Mini Hoppers“ und „514 Hoppers“ des Vereins, die, mit zwei Hip-Hop-Choreografien voller Breakdance, Menschenpyramiden und lauten Bässen für Begeisterung sorgten. Ergänzt wurde das Tanz-Programm durch das stepptanzende „Trio Penguin Kids“ aus Hemsbach. Alle Tanzgruppen ernteten großen Applaus und natürlich ein kleines Präsent.

Den wohl niedlichsten Auftritt gestaltete die kleine Jeannie Mörmann. Eigentlich sollte ihr großer Bruder Collin weihnachtliche Melodien auf dem Keyboard spielen. Doch dieser wurde kurzfristig krank und die vierjährige Jeannie beschloss, den Senioren zwei kleine Weihnachtslieder zu singen. Wo andere Kinder in ihrem Alter kaum einen Ton herausbringen, ließ sich die Kleine weder vom großen Publikum noch vom Mikrofon stören und erntete dafür den wohl lautesten Applaus. Rosi Gramlich-Lenz war so begeistert, dass sie die Vierjährige gleich fürs kommende Jahr buchte. „Ich finde es so toll, dass die Kinder unsere Weihnachtsfeier bereichern. Sie sind mit viel Freude dabei und da wird einem einfach warm ums Herz“, freute sich eine Seniorin, deren eigene Enkel leider nicht in der Gegend wohnen.

Auch Bürgermeister Hermann Lenz richtete einige Worte an die Senioren. „Das vorweihnachtliche Feiern im Kreis von Menschen, mit denen man im Alltag viel zusammen ist, gehören mit zum Schönsten, was die Adventszeit zu bieten hat. Sie verbreiten bereits eine weihnachtliche Atmosphäre, sie halten alte Traditionen lebendig und laden ein, in festlich geschmückten Räumen gemütlich zusammenzusitzen.“ Gleichzeitig sei es aber auch die Zeit der Gegensätze, denn viele Menschen müssten unter schlimmen Umständen leben. Das dürfe man nie vergessen. Lenz sprach auch über die Bedeutung von Weihnachten als „Fest des Friedens“ und betonte, dass sich jeder die Frage beantworten solle, wie man eine bessere Welt schaffen könne. „Wir als Gemeinschaft müssen darauf eine Antwort finden. Weihnachten bringt alle zusammen, und das tut unserer Gesellschaft gut.“

Pfarrerin Birgit Risch schloss sich den Worten des Verwaltungschefs an. Sie las die Geschichte eines kleinen Waisenjungen vor, der wegen Ungehorsam als einziges Kind keine Apfelsine zu Weihnachten bekommt. Darüber ist er tief traurig. Doch die anderen Kinder geben je ein Stück ihrer eigenen Frucht ab, sodass der Junge am Ende eine eigene, vollständige Apfelsine hat. „An Weihnachten feiern wir in unseren Kirchen und Familien, dass Gott in Jesus Christus sein Leben mit uns geteilt hat“, sagte die Pfarrerin.

Musikalisch umrahmt wurde die Weihnachtsfeier vom TG-Frauenchor „Contabile“, der eher klassische Weihnachtslieder im Gepäck hatte und zum großen Finale gemeinsam mit den rund 150 Gästen „O du fröhliche“, „Kling, Glöckchen“ und „Fröhliche Weihnacht überall“ anstimmte.
soe

2017 12 10 weihnachtsfeier
Die Kinder der Sonnbergschule gestalteten
wieder die gemeinsame Senioren-Weihnachtsfeier
von TG, AWO und VdK mit.
Bild: Marco Schilling

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