
Närrischer Seniorentreff im Georg-Bickel-Haus
Der alljährliche „närrische“ Seniorentreff der örtlichen Arbeiterwohlfahrt (AWO) fiel in diesem Jahr auf „Weiberfastnacht“ und das sollte für zwei Herren im Saal entsprechende Konsequenzen haben. Die an diesem Nachmittag als „Treffpräsidentin“ fungierende Mitorganisatorin Margot Hellmann hielt nämlich die Schere parat, um dem kürzlich neu gewählten AWO-Vorsitzenden Csaba Kristof und Musikus Volker Cestaro bei stürmischem Applaus der überwiegend weiblichen Gäste das Objekt der Begierde zu kürzen. Zunächst aber sorgten mit Glockenschlag 14.11 Uhr die „Flockis“ mit Volker Cestao an der Gitarre und Kurt Gärtner am Kontrabass mit ihren Stimmungsliedern für Schwung im fastnachtlich geschmückten Saal und animierten zum kräftigen Mitsingen und Mitschunkeln. Und wer nicht textsicher war, konnte auf ein Liederbuch des Duos zurückgreifen.
Margot Hellmann ließ in ihrer Begrüßung zunächst die Frauen hochleben, ehe sie Csaba Kristof bei dessen erstem Besuch eines Seniorentreffs nach seiner Wahl vorstellte. „Ich bin der Neue“ so Kristof, den allerdings bereits viele Anwesende durch sein bisheriges Engagement als Kassierer und Koordinator der AWO-Ortsranderholung kannten. Als amtierender, zur Kerwe proklamierter „Froschkönig“ hatte er das gehäkelte, Krawatte tragende Kerwefroschexemplar mitgebracht und musste zusehen, dass auch hier die Schere angelegt wurde.
Für die Unterhaltung sorgten nach Kaffee und Kräppeln eine Abordnung der faschingsaktiven „Knallfrösche“, die am vergangenen Wochenende bei zwei Sitzungen im Festsaal der Sonnbergschule ihr Publikum begeistert hatten. Barbara Roth und Lydia Lachmann stellten sich als Freundinnen vor, die über ihre Ehemänner wenig Gutes zu berichten hatten. Eine dachte an Scheidung, die andere gar an Mord und es war die Wunschvorstellung, einen Mann wie den Mond zu haben, der „nachts erscheint und morgens wieder verschwindet“. Angelika Kretschmer, Irene Schillinger-Schmitterer, Barbara Roth und Lydia Lachmann besangen auf die Melodie des Tony Christie-Hits „Is this the way to Amarillo“ die Wechseljahre als die besten Jahre und „Zeit, die uns befreit“. Schließlich schlüpfte Irene Schillinger-Schmitterer in die Rolle des Lausbuben „Karli“, der allerlei Anekdoten aus Familienurlaub, Schule und Alltag mit Eltern und Großeltern zum Besten gab. Mit einem donnernden Helau wurden die Damen verabschiedet, die einluden, im kommenden Jahr ihre Sitzungen zu besuchen.
