Hermann Lenz wird zum Eismann

© DiesbachMedien | Ausgabe: Weinheimer Nachrichten | Hemsbach / Laudenbach | 10.08.2017 |

Ferienbetreuung: Laudenbachs Bürgermeister bringt den 43 Kindern der AWO Ortsranderholung beim Georg-Bickel-Haus eine kühle Erfrischung vorbei

Hermann Lenz wird zum Eismann

Hermann Lenz wird zum Eismann

Bürgermeister Hermann Lenz (rechts) schaute jetzt
bei der AWO-Ortsranderholung im Georg-Bickel-Haus vorbei, um Eis zur Erfrischung mitzubringen.
Links neben ihm steht Hans-Jürgen Moser, AWO-Vorsitzender.
Bild: Thomas Rittelmann

LAUDENBACH. Da dachten sich die Ferienkinder am Dienstagnachmittag schon die abenteuerlichsten Erlebnisse als Cowboys und Indianer aus und nix war‘s. Denn die bunten Federn, ohne die so ein Krieger der Irokesen keinen Schritt aus dem Wigwam tut, waren noch nicht eingetroffen.

„Capture the Flag“ musste verschoben werden. Keine große Sache für Rebecca Godau, Chefin des Betreuerteams, und Moritz Franke. Die beiden erfahrenen „Teamer“ sind gegen solche Überraschungen gewappnet: „Dann batiken wir eben“. Knallbunte T-Shirts und Taschen hängen nun am frühen Nachmittag als farbenfrohe Ergebnisse zum Trocknen auf der Leine im Hof des AWO-Heims. Und für den Nachmittag steht ein großes Banner mit dem Logo der „ORE“ und den Handabdrücken und Namen der jungen Künstler auf der Agenda.

Die 43 Kinder im Alter zwischen sieben und elf Jahren sind seit Anfang August im Georg-Bickel-Haus und im benachbarten Sängerheim Gäste der AWO, rundum sorgfältig betreut von sieben Jugendlichen, die zum Teil vor wenigen Jahren selbst noch an der langen Leine ihrer Betreuer liefen. Die 18-jährige Rebecca Godau packt gerade die Koffer für ein neues Projekt, das sie heute an die Ostsee führt. Doch Moritz Franke, für den diese „ORE“ bereits die dritte ist, steht als neuer Projektleiter für die restlichen eineinhalb Wochen schon in den Startlöchern. Wie für Rebecca ist die Ferienbetreuung auch für Moritz ein willkommener Anlass, praktische Erfahrungen im sozialen Bereich zu sammeln, denn auch er strebt nach dem Abi im nächsten Jahr ein entsprechendes Studium an. Wie reibungslos die seit vielen Jahren schon frühzeitig „ausverkaufte“ Ortsranderholung funktioniert und wie begeistert nicht nur die Kinder, sondern auch ihre jungen Betreuer ans Werk gehen, betont auch Hans-Jürgen Moser, seit Ende Mai Chef der örtlichen AWO. Er und AWO-Schriftführer Günter Wernz beobachten das Gewusel wohlwollend und öffnen großzügig das nagelneue gesponserte Eingangstor, denn einsperren wollen sie niemanden. Und auch nicht aussperren. Nicht den Lkw der Odenwald-Quelle mit seiner Gratis-Lieferung von 80 Kisten Sprudel und erst recht nicht Bürgermeister Hermann Lenz, der mit einer Riesentüte voller Eis am Stiel auftauchte und aufforderte „Jeder darf emol noilange“. Das ließen sich die Kinder nicht zweimal sagen, obwohl sie von den Tortellini, um die Mittagszeit köstlich zubereitet von Christel Probst und Melitta Weiß, ganz gewiss noch satt waren. he